Sonntag, 1. September 2013

Talon-Hardcover - die Bindung zwischen Autor und Leser

Diese Woche ist der erste Roman meiner "Talon"-Reihe, "Dunkles Erwachen" als Hardcover in einer limitierten Auflage im Verlag Peter Hopf erschienen.

Das eBook ist bereits seit Ende 2012 erhältlich.
Diese Hardcover-Ausgabe ist bewusst für die Hardcore-Fans entworfen worden. Und das hieß, sie sollte über einige Features verfügen, die sich in dieser Form im eBook nicht umsetzen lassen.


Das Hardcover ist auf 99 Exemplare limitiert. Eine Paperbackausgabe ist nicht ausgeschlossen, aber die Bücher bleiben bei dieser streng begrenzten Stückzahl.
Zudem sollte jeder Band von mir signiert sein. Das lässt sich inzwischen auch in eBooks verwirklichen - aber eine richtige Unterschrift ist doch noch etwas anderes.
Jeder Vorbesteller erhielt auf Wunsch sein Exemplar mit Namenseindruck. Das sieht richtig hübsch aus, muss ich sagen.
Und als letzten Punkt - und das war etwas, das mir am Herzen lag - wollte ich allen Vorbestellern noch etwas Besonderes anbieten: Jedes ihrer Exemplare würde eine originale Talon-Zeichnung enthalten.

Da die Serie ja 1995 als Comic begonnen wurde, war es für mich nahe liegend, als Autor und Zeichner mich bei jedem, der die Serie seitdem verfolgt (und sie hat tatsächlich Fans, die ihr seit damals treu sind), für seine Begeisterung auf diese Weise zu bedanken.

Mittwoch war es dann so weit.
Anruf in der Druckerei, ja, Bücher sind da, und ja, man ist "vorgewarnt", dass ich vorbeikomme. Da sie auch in Berlin liegt, ist es kein großer Aufwand, hinzufahren.
Auf dem Weg dorthin habe ich mir - zum ersten Mal, seitdem ich aus der Schule bin - wieder einen Füller gekauft. eine Unterschrift mit Kugelschreiber oder Filzstift kam für mich nicht infrage. Er war jetzt nicht gerade günstig, aber er liegt sehr schön in der Hand, und das war es mir wert.
Wenn schon, denn schon.

Ankunft in der Druckerei, und die netten Damen dort hatten tatsächlich schon alles vorbereitet. In einem abgetrennten Büro war die ganze Auflage gestapelt, und daneben ein Tisch direkt am Fenster, damit ich gut arbeiten konnte.


Ich war überrascht, wie sehr sich Buchpapier und Briefpapier voneinander unterscheiden, gerade bei einer Unterschrift. Und ich musste feststellen, dass ich an meiner Handschrift arbeiten muss, seufz. Digitale Signaturen haben ihre Vorteile.


In der Druckerei habe ich alle Ausgaben signiert, die nicht vorbestellt waren.
Den Stapel für die Vorbesteller habe ich mit nach Hause genommen. Für die Zeichnungen wollte ich mein heimisches Umfeld und am Wochenende ausreichend Zeit haben.
Also, Tischplatte poliert, alles sorgfältig vorbereitet - und festgestellt, dass es eine Sache ist, ein Buch zu signieren. Aber eine ganz andere, eine Illustration in ein Buch zu zeichnen. Papier entwickelt da beim Blättern und Festhalten doch ein bemerkenswert quirliges Eigenleben.


Leere Seiten in einer Titelei haben unschätzbare Vorteile. So hat man als Zeichner wenigstens Platz, sich auszutoben. Nachfolgend zwei der Zeichnungen, die ich angefertigt haben. Die Exemplare gehen nun zurück an den Verleger und werden von dort aus in den folgenden Tagen an die einzelnen Vorbesteller verschickt.



Es ist ganz klar ein Aufwand. Einer, den mir keiner bezahlt. Aber einer, der es mir für Leser, die bereit sind, in meine Romane zu investieren, auch wert ist.
Das ist etwas, das sich in eBooks nicht in derselben Weise verwirklichen lässt - individuelle, persönliche Ausgaben zu gestalten, die eine ganz direkte Bindung zwischen Autor und Leser schaffen.

Auf zum zweiten "Talon"-Hardcover, 2014. ^^

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