Donnerstag, 30. Oktober 2014

Zehn Fragen an Thomas Knip als Autor

Gloria Manderfeld hatte liebenswerterweise (die Gurgel umdreh ...) die Idee, mich für zehn Fragen als Autor zu nominieren. Das gleiche Schicksal erspare ich anderen Vertreter der Spezies Homo schreibensis, stelle mich aber der Aufgabe.


01. Was war Dein Lieblingsbuch während Deiner Kindheit?
Ein einzelnes Lieblingsbuch hatte ich nicht. Eher Lieblingsserien wie die "Weltraum-Tramps" oder "Unheimliche Begegnung der xxx. Art", beide von Schneider. Sollte davon irgendwas auf meine Schreibtätigkeit und die Lieblings-Genres abgefärbt haben? :D

02. Bücher welchen Autors würdest Du niemals wieder lesen wollen?
Das gibt es nicht. Entweder ich habe die Bücher gelesen, und dann hat der Autor auch einen Platz in meinem Herzen, oder ich habe sie nach dem ersten Anlesen aus den Fingern gelegt.
Für etwas Bauchgrimmen sorgen allerdings die Enthüllungen über Marion Zimmer Bradleys sexuelle Übergriffe auf ihre Tochter. Werde ich deshalb die "Darkover"-Romane rauswerfen oder wie Comiczeichnerin Coleen Doran verbrennen? Nein. Aber es lässt ein ungutes Gefühl zurück.

03. Welches Genre würdest Du gerne mal schreiben, weißt aber, dass es Dir nur als Leser liegt?
Das tue ich mir nicht an. Mag ich es als Leser, schreibe ich es auch. Es kann eher passieren - wie just mit meinem Vampirrioman -, dass ich mich als Autor in Genres tummle, in denen ich mich als Leser nicht gut genug auskenne. Selbst schuld.

04. Was ist für Dich die wichtigste Regel für einen hohen Schreib-Output?
Schreiben. ;)
Schreiben, Disziplin, einfach Hinsetzen. Wer viel schreiben will, sieht sich als Handwerker. Da dürfen künstlerische Allüren keine Rolle spielen. Die zahlen die Miete nicht. Es gibt nichts Wichtigeres als Schreiben. Wenn doch, schafft man keinen hohen Output. Kreative müssen egoistisch sein, sonst wird das nichts.

05. Was inspiriert Dich bei einer Liebesszene am ehesten?
Und das mir ... diese ungläubige Erkenntnis, dass einem jemand so wichtig ist, dass man sich ihm oder ihr hingeben möchte. Ganz und gar. Ohne wenn und aber. Wenn ich dieses Gefühl stimmungsvoll vermitteln kann, freut's mich.

06. Was wünscht Du Dir, dass Deine Leser mit Deinen Büchern am ehesten verbinden?
Phantasie. Eine Abkehr von der Realität wie wir sie kennen. Wenn ein Leser am Ende einer Geschichte sich fragt, warum es nicht wirklich so sein kann, habe ich mein Ziel erreicht. Und vielleicht fängt er oder sie an, die eigenen Grenzen auszuloten. Das wäre dann richtig schön. Willkommen in eurem erweiterten Universum. Es wartet schon auf euch. :)

07. Wenn Du ganz sicher einen Buchpreis gewinnen könntest, welcher sollte das sein?
Einen mit viel Geld, Ruhm und Frauen. :D Nein, ehrlich, auf solchen Firlefanz lege ich keinen Wert. Da hat eine Jury entschieden, dass ich toll bin. Fein. Und? Ein Publikumspreis, der ginge in Ordnung. Denn der käme von den Lesern.

08. Welchen Deiner Charaktere magst Du am liebsten - und warum?
Den Vampir in meinem aktuellen Roman, Luther Caine. Aber wenn ich jetzt sagen würde, warum, würde ich schon wieder viel zu viel über die Geschichte verraten. Ich sage nur 3000 Jahre und zu viele verlorene Lieben ... ;)

09. Welche literarische Gestalt würdest Du gerne mal schriftlich ermorden?
Mister Darcy. Oh, das wäre auch eine nette Idee für eine Geschichte: ein verschmähter Liebhaber, der sich daran rächt, dass er nicht ganz so toll ist wie dieser Mister Daaarcy. *schmacht* Das ist eine erdachte Romanfigur, liebe Frauen! Männer rülpsen, furzen und seh'n fern. Auch im feinen Zwirn.

10. Was hast Du derzeit an unfertigen Projekten in der Schublade?
Den angesprochenen Vampir-Roman, und zum Glück ansonsten nur viele tote Enten im Teich, d.h. Projekte, die ich mal angefangen, aber nie fortgeführt habe. Zum Gück? Was rede ich denn da? Seufz.

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