Dienstag, 11. November 2014

Wer? Was? Wo? - Die Vorarbeit bei Romanen

Vor ein paar Tagen hatte ich einen Artikel zu Inspirationen und Ideen geschrieben.
Das ist die Grundvoraussetzung, um überhaupt die Arbeit an einem Roman zu beginnen - aber geschrieben ist er damit noch lange nicht.


Schreiben ist wie jede künstlerische Tätigkeit, die man ernsthaft und professionell bzw. mit einem gewissen Anspruch an sich betreiben will, eine, die vor allem viel handwerkliches Geschick erfordert. 10 % Inspiration und eben 90 % Transpiration.
Und dazu gehört auch eine gewisse Vorarbeit.

Wie gründlich, intensiv oder detailliert nun ein Plot oder Exposé ausgearbeitet wird, das kann nur jeder Autor für sich selbst entscheiden.
Ich gehöre zu denen, die sich umso mehr verzetteln, je mehr sie schon bei der Vorarbeit ins Detail gehen. Irgendwas Neues fällt einem beim Schreiben immer ein, und das lässt sich einfacher einarbeiten, je mehr Freiräume man sich beim Plot gelassen hat.

Für mich ist es wichtig, dass ich mir aber wenigstens folgende Fragen beantworten kann. Und diese auf einem Zettel aufschreibe.
Den kann ich mir dann ganz klassisch bei der Arbeit auf den Tisch legen.

  • WER?
    Wer sind die Hauptpersonen? Aus wessen Blickwinkel soll die Geschichte (vor allem) erzählt werden?

  • WO?
    Wo spielt das Ganze? Wie wirkt es sich auf die Handlung aus?

  • WAS?
    Worum geht es eigentlich? Damit ist die Grundidee und deren Entwicklung gemeint. Der typische eine Satz, mit dem man seinen Roman beschreiben soll.

  • UND ZUM SCHLUSS?
    Was ist der Höhepunkt und der Ausklang des Romans? Beides sehe ich als eigenständigen Aspekt. Ein und dieselbe Grundidee kann auf verschiedene Höhepunkte zusteuern.

Diese vier Fragen sollte ich mir als Autor beantworten können - am besten, bevor ich anfange, zu schreiben ...
Solange ich auf die vier Fragen eine Antwort parat habe, komme ich auch mit Durchhängern oder kniffligen Stellen in der laufenden Handlung weiter.

Alles andere, kleine Nebenhandlungen oder neue Nebenfiguren, lassen sich dann immer noch arbeiten, selbst nachträglich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen